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caesarjeskoSpektrum Bau: Sie haben 2013 einen neuen Standort in Zürich eröffnet. Inwiefern hat sich damit die Reputation und Reichweite der Caesar Technik AG verändert?
Jesko Caesar:
In der Anfangszeit unserer Firma, hatten wir grossen Erfolg in der Region Genf, da wir schlichtweg die einzige Firma waren, die sich um Aufträge in diesem Segment bewarb. Später führten wir gelegentlich im Grossraum Zürich Aufträge aus, jedoch bedeuteten beispielsweise einstündige Baustellensitzungen in der Ostschweiz aufgrund des langen Anfahrtsweges einen Zeitverlust von bis zu einem ganzen Arbeitstag was nicht unserem Credo der speditiven Arbeitsweise entsprach. Bis vor kurzem waren wir entsprechend in der Deutschschweiz verhältnismässig unbekannt, da uns schlichtweg die Zeit sowie das Personal zur Abdeckung dieser Region gefehlt hat. Mit dem Büro in Zürich veränderte sich sowohl die Reichweite wie auch die Präsenz zum Positiven. Jedoch genügt in unserer Branche ein Büro alleine noch lange nicht, es gehören auch gute Leute dazu, denn wir haben eine etwas andere Firmenphilosophie: Bei uns ist ein Projektleiter von der Akquise bis zum Aftersales alleine verantwortlich, also sein eigener Chef. Er verhandelt, schreibt die Offerte und verkauft selber, hat die Verantwortung der Ausführung und schreibt die Rechnungen selbständig. Sie sehen, um diese Verantwortung wahrnehmen zu können werden aussergewöhnlich gute Leute benötigt die sowohl in der Theorie wie auch in der Praxis ein gutes Know-how haben. Solche Leute sind in unserer Branche leider sehr rar.

 

Spektrum Bau: Wie kommt der grosse Erfolg Ihrer Firma grundsätzlich zustande?img_1048
Jesko Caesar: Heute kann ich mit grossem Stolz sagen, dass an all unseren Standorten in Genf, Zürich und dem Mutterhaus in Düdingen sehr gute Mitarbeiter arbeiten. Alle sind, wie bereits erwähnt, selbständige Unternehmer die wissen, dass sie ihre Versprechen auch verantworten und halten müssen. Deshalb haben wir in 14 Jahren über 600’000 m2 Kühl- und Heizdecken verbaut ohne einen einzigen Garantiefall oder Reklamation. Meiner Meinung nach spricht das nicht nur für einen guten Rundumservice sondern erklärt auch unsere einwandfreie Reputation. Der grosse Erfolg ist also ganz klar unseren guten Mitarbeitern zu verdanken, welche mit ihrer guten Arbeit das Vertrauen unserer Kundschaft gewinnen konnten und dies jeden Tag aufs Neue tun. Beste Motivation unter den Mitarbeitern führt zu einer langjährigen Zusammenarbeit: Einmal bei uns angefangen, bleiben viele der Mitarbeiter bis zu ihrer Pension bei uns.

 

12_caesar_technik_neu_c-holzSpektrum Bau: Sie bieten sowohl C-NOR wie auch C-NOR-Light Profile an. Wenn wir diese nun gegenüberstellen: Was sind die wesentlichen Unterschiede dieser beiden Produkte?
Jesko Caesar:
Die C-NOR Profile bestehen aus einem massiven stranggepressten Aluminiumprofil (z.B. 2.5 mm dick 0.63 kg/m), beim C-NOR-Light Profil handelt es sich um ein rollgeformtes Aluminiumband (z.B. 0.5 mm dick, 0.13 kg/m). Um auf die gleiche Kühlleistung zu kommen, wird mit dem Light-Profil eine engere Belegung erforderlich. Dadurch wird die Schallabsorption sowie der Durchhang der Deckenplatte leicht beeinträchtigt. Bezüglich der grauen Energie ist unser Light-Produkt gegenüber anderen auf dem Markt existierenden Varianten unschlagbar, da es mit weniger Grundmaterialien auskommt. Dies wirkt sich natürlich auch preislich sehr vorteilhaft aus. Der absolute Vorteil liegt in der Kombination beider Profile, d.h. bei Integrationen kann man auf die stabilere C-NOR Variante zurückgreifen und für alle anderen Deckenplatten das Light Produkt einsetzen. Dank dieser Kombination werden für alle Aspekte, wie Leistung, Akustik, Äthetik und Preis die bestmöglichen Lösungen entwickelt und umgesetzt.

 

12_caesar_technik_neu_c-nor-lightSpektrum Bau: Ökologie wird zunehmend wichtiger. Was sind Ihre umwelttechnischen Massnahmen innerhalb des Unternehmens?
Jesko Caesar:
Wie gesagt müssen die Produkte ökologisch so optimiert werden, dass eine möglichst geringe Menge an Grundmaterialien erforderlich ist. Da der ökologische Fussabdruck den ganzen Lebenszyklus eines Produkts umfasst, ist auch die Lebensdauer, beste Qualität sowie die Rezyklierbarkeit der einzelnen Grundmaterialien von sehr grosser Bedeutung. Wir bieten ausserdem beim Ausbau von Kühldecken die Rezyklierung an, so dass die Grundmaterialien in den natürlichen Rohstoffkreislauf zurückkehren können. Der gesamte Energiebedarf unserer Produktion und Büros wird übrigens durch unsere eigene Photovoltaikanlage gedeckt. Da wir in der Schweiz, also quasi vor Ort produzieren, entfallen lange Transportwege, unsere Lastwagen entsprechen überdies von der Abgasnorm her den aktuellsten europäischen Standards. Sie sehen: Umweltbewusster geht es kaum.

 

S12_caesar_technik_neu_c-nor-light-1pektrum Bau: Wie sehen die Zukunftsaussichten eines Schweizer Unternehmens im internationalen Umfeld aus?
Jesko Caesar:
Solange die Kunden beste Dienstleistungen, beste Schweizer Qualität von einem Top-Unternehmen zu fairsten Preisen zu schätzen wissen, hat unser Unternehmen sehr gute Zukunftsaussichten. Diejenigen Kunden die einmal mit uns zusammengearbeitet haben und sich von unserer Arbeitsweise überzeugen konnten, zählen wir heute zu unseren treuesten Kunden. Sie haben uns ihr Vertrauen geschenkt und wir erstellen ihnen dafür die besten Kühldecken. In der Schweiz sind die Ansprüche ausserdem sehr hoch, im internationalen Umfeld ist aber genau das unser Vorteil, denn wir genügen all diesen Ansprüchen.

 

img_1044Spektrum Bau: Der Standort Schweiz ist seit dem Frankenschock unter Beschuss. Warum halten Sie daran fest?
Jesko Caesar:
Es ist schon so, dass eine durch klassische Manager gesteuerte Produktionsfirma wohl schon lange ins Ausland abgewandert wäre. Die Schweiz als Produktionsstandort bietet aber einige aus meiner Sicht unschlagbare Vorteile: Politische Sicherheit, höherer Grad an Flexibilität, qualifizierte Mitarbeiter und natürlich die Vor-Ort-Produktion ohne sinnlose Anhäufung grauer Energie. Das ist rein ökologisch gesehen der Idealfall.

 

img_1043Spektrum Bau: Das günstigste hierzulande angebotene Kühldeckensystem kommt von Ihnen. Wie ist das möglich?
Jesko Caesar:
Durch das Senken der Grundmaterialien Aluminium und Kupfer ohne Kühlleistungs- und Qualitätseinbussen und auch dank top motivierten Mitarbeitern die keine kostenintensiven Fehler produzieren sowie gewissen automatisierten Prozessen. Speziell bei uns ist, dass wir genau abstimmen, welche Prozesse man automatisieren kann und welche in Handarbeit weiterlaufen können, jeder Schritt wird sehr sorgfältig abgewogen und entschieden. Ebenso sind sämtliche Arbeitsabläufe in unserer Produktion so optimiert, dass der vorherige Arbeitsschritt beim darauf folgenden kontrolliert wird, Fehler werden so nicht nur minimiert sondern eliminiert. Nicht zuletzt sparen wir auch durch die äusserst geringen Transportkosten, da wir alles zentral produzieren und abliefern können.

 

dsc02461Spektrum Bau: In-House Entwicklung sowie Produktion ist heutzutage sehr selten. Können Sie aufgrund dessen flexibler auf Kundenwünsche reagieren als andere?
Jesko Caesar:
Flexibilität ist bei uns sehr wichtig und wird grossgeschrieben. Ein kleines Beispiel: Ein Kunde hat vergessen bei uns die Aktivierungen zu bestellen. Da wir jedoch von jedem Profil ca. 2.5 Tonnen an Lager haben, war es für uns kein Problem innerhalb kürzester Zeit 1’000 m2 Kühldecken auszuliefern. Diese Flexibilität gepaart mit dem Service und der Produktqualität ist es auch, die unsere Firma definiert und mich besonders stolz macht.

 

12_caesar_technik_neu_c-norSpektrum Bau: Wie geht es mit der CAESAR TECHNIK AG in Zukunft weiter?
Jesko Caesar:
Die Kernkompetenz der Caesar-Technik ist das Engineering und die Herstellung von Kühl- und Heizdecken. Da unser Wohlbefinden von sehr vielen Faktoren wie Raumklima, Behaglichkeit, die richtige Lufteinführung, Strahlungsasymetrie, Kaltluftabfall usw. abhängig ist, wollen wir eben nicht nur Kühl- und Heizdecken anbieten, sondern einen ganzheitlichen Raumkomfort. Wir haben nun in den letzten 14 Jahren sehr erfolgreich eine gute personelle Basis und Firmenstruktur gebildet. Dies war auch nötig bevor wir einen “Gang hochschalten” können. Da wir nun Leute In-House haben, die über das nötige Wissen verfügen bin ich seimg_1044hr zuversichtlich, dass wir den nächsten grossen Schritt in Richtung „ganzheitliches Raumklima“ durchführen werden können. Der Einsatz von diversen Luftauslässen, in Kombination mit Kühldecken wird definitiv ein Erfolg sein. Unser Ziel ist es, an die Lufteinführung die gleichen Komfortansprüche wie an die Kühldecke zu stellen und uns auf Systeme zu konzentrieren, welche im Zusammenspiel mit der Kühl-/Heizdecke die optimalen Resultate bringen.

 

Weitere Informationen:
CAESAR TECHNIK AG
Bonnstrasse 16
3186 Düdingen
Tel. 026 492 30 40
info@caesartechnik.ch
www.caesartechnik.ch