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MEVA Sonderlösung mit Fahrwagen erlaubt zügiges Arbeiten mit Circo-Säulenschalung im Untergrund

 

Rueckhaltebecken-Bern-Foto2-CMYK-13125Bei einem über 40 Jahre alten unterirdischen Regenrückhaltebecken in Bern müssen die Stützen mit Grundmass 60 x 60 cm zu Säulen mit 1,10 m Durchmesser verstärkt werden. Grund: Von unten drückt das Grundwasser mit seinem sehr hohen Stand gegen die Bodenplatte und die 7 m hohen Stützen drohen diese zu durchstanzen. Gegen den Auftrieb der Anlage wird auch die Auflast auf dem Beckendach verstärkt, was den Druck auf die Stützen auch von oben erhöht.

 

Rueckhaltebecken-Bern-Foto3-CMYK-13126Hohe Frischbetondruckaufnahme zwingend, leichtes Gewicht ebenso
Für die Betonummantelung der Stützen war eine leistungsstarke Säulenschalung für den kranlosen Einsatz im Untergrund gefragt. Da Rütteln nicht möglich ist, kommt LVB-Beton zum Einsatz, doch der entwickelt einen hohen Druck. Weil zudem von unten betoniert wird und der Beton über 7 m Höhe ständig in Bewegung ist, kann die Steiggeschwindigkeit nicht kontrolliert werden. Deshalb kam nur eine Stahlschalung mit hoher Frischbeton- druckaufnahme in Betracht. Das zweite wesentliche Auswahlkriterium: Leichtes Gewicht, damit die Schalung von Hand verfahrbar ist. Denn eine elektrische Winde o.ä. ist wegen Kurzschlussgefahr bei unvorhergesehener Wasseransammlung im Becken nicht zugelassen. „So eine leichte Stahlschalung für Säulen hat sonst keiner“, sagt der stellvertretende Geschäftsführer Remo Brunner der Ramseier Bauunternehmung AG zur Wahl der Circo-Säulenschalung. Sie bietet mit ihren Halbschalen aus Stahl zudem eine Frischbetondruckaufnahme von 120 kN/m². Das Umsetzen wurde ganz kreativ gelöst.

 

Rueckhaltebecken-Bern-Foto4-CMYK-13127Der Fahrwagen ist die Lösung und bietet 2 Funktionen in 1
Ein Auf- und Abbau der Schalung zum Umsetzen ist nicht möglich, da elektrische Hebevorrichtungen ausscheiden. Also entwickelten die MEVA Ingenieure einen Fahrwagen in doppelter Ausführung. Auf jedem sind die Circo-Halbschalen in der gesamten Betonierhöhe fest montiert. Beim Ausschalen müssen nur die Halbschalen geöffnet und zurückgezogen, beim Einschalen dann wieder zurechtgerückt, justiert und geschlossen werden. Das erfolgt wie das Umsetzen alles per Muskelkraft. Das Gewicht pro Fahrwagen mit Schalung und Zubehör ist so gehalten, dass er sich auch manuell über die geneigte Bodenplatte ziehen lässt. Mit seinen spindelbaren Stützen und Rädern erfüllt jeder Fahrwagen eine Doppelfunktion: Abgespindelt mit den Rädern auf dem Boden lässt er sich verfahren. Aufgespindelt mit den Stützen auf dem Boden dient er als stabile Halterung für die Schalung und zur Lastableitung für den hohen Druck.

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„Jeden Tag eine neue Säule, mit nur 2 statt 3 Mann“
Remo Brunner und Polier Kay Boss sind mit der MEVA Lösung sehr zufrieden, zumal alles so gut läuft, dass sie mit weniger Personal auskommen als geplant. Mit nur einer Circo-Schalung als Sonderkonstruktion werden nacheinander die 14 bestehenden Pfeiler ummantelt und 2 neue Säulen betoniert. Die Idee mit dem Fahrwagen hat sich in jeder Hinsicht gelohnt. Die Schalung für dieses Projekt wurde von der MEVA Schalungs-Systeme AG in Seon geplant und geliefert.

 

 

Weitere Informationen:
MEVA Schalungs-Systeme AG
Birren 24
5703 Seon
Tel. 062 769 71 00
info@meva.ch
www.meva.ch