ebs-5-mit-blende-2000

In der Saunawelt „sole uno“ in Rheinfelden zählt eine 110 Grad heisse finnische Sauna aus Massivholz zu den absoluten Publikumslieblingen. Der Aufenthalt in der nicht so heissen Sauna (85° C, Sandwich-Konstruktion, also isoliert – Innentäfer, Aluminiumfolie als Dampfsperre und Isolation) sei nicht so angenehm, war die Ansicht der Thermalbadbesucher.

 

Christian Bertschi von B+S Finnland Sauna schmunzelt. Der gelernte Schreiner und Sohn einer Finnin, verfügt über langjährige Erfahrung im Saunabau. Wenn ein Schreiner vor der Aufgabe steht, in einem Raum eine Sauna einzubauen, dann isoliert er die Kabine. Er wird und muss eine Dampfsperre anbringen. Damit der Saunagast die Alufolie nicht sieht, wird mit Täfer verkleidet. Bei höheren Temperaturen sind die negativen Folgen spürbar. Durch die Aluminiumfolie ist die Oberflächen-Temperatur des Täfers viel heisser und daher spürbar unangenehmer, als Massives Holz.

 

ebs-qigongTrockene Luft
Gravierender ist, dass die Sauna mit einem künstlichen Be- und Entlüftungssystem versehen werden muss, da sonst eine «tote Luft» existiert. «Die relative messbare Luftfeuchtigkeit beträgt nur noch 5 bis 10%. Bei einem solchen Klima hat man das Gefühl, es verbrenne einem die Atemwege. Und dies ist mehr als unangenehm.»

In einer Massivholz-Sauna gibt es diese Probleme nicht. «Das massive Holz ist die Isolation und braucht daher keine Dampfsperre, da das Holz diffusionsfähig ist. Das Holz nimmt die Feuchtigkeit auf, speichert sie und gibt sie wieder ab. Dies bewirkt eine relative Luftfeuchtigkeit von 12 bis 18%. In einer solchen Sauna kann man angenehm atmen.»

Für Bertschi steht fest, dass das Klima der Sauna darüber entscheide, ob das Saunebs-mit-rundem-fensterabaden zur heissen Tortur oder zum sanften Vergnügen wird. Könnte man das Problem nicht durch den bekannten Sauna-Aufguss beheben? Bertschi winkt ab. «Nein, das funktioniert nicht. Die Feuchtigkeit des Aufgusses ist ähnlich bei Sandwich- und Massivholzsaunen. Der Aufguss wird als sehr heiss empfunden».

B+S Finnland Sauna verwendet nur langsam gewachsenes Fichtenholz, das somit über ganz enge Jahrringe verfügt. Die Sauna steht auf «Füsschen» und hat unten ringsum einen Luftschlitz von zirka 1 cm. Dank der speziellen Bauweise entsteht in seiner B + S Finnland Sauna ein Unterdruck, der vollkommen ausreicht, um Frischluft durch die Zellstruktur des ungesperrten Holzes in die Sauna gelangen zu lassen.

 

maa-innen-ofen-dsi-02Die Erkenntnis
«Mein Vater hat in Finnland nicht nur meine Mutter kennengelernt, sondern auch die Sauna. Zurück in der Schweiz begann er in seiner Schreinerei Saunas zu bauen», erzählt er. Damit gehörte er zu den Pionieren in der Schweiz. Der Vater hatte Erfolg; er wurde vom Schreiner zum Saunabauer. Vor über 30 Jahren erbte der Sohn die Schreinerei. Er führte erfolgreich das Geschäft weiter. Doch irgendwie empfand er das Saunabaden in Finnland angenehmer als hier in der isolierten Sauna. Da erkannte er: In Finnland erfolgt der Luftaustausch über die hölzernen Blockbohlen.» Bertschi machte etwas, was in seinem Umfeld viele nicht verstanden: Er hörte mit der bisherigen Saunaproduktion auf und startete neu: «Ich wollte hinter dem, was ich mache, voll und ganz stehen können», erläutert er. Er importiert seit über 25 Jahren Massivholz-Saunas aus Finnland. Der Erfolg gibt ihm Recht.

 

Weitere Informationen:
Bertschi Handels AG
B + S Finnland Sauna
Ringstrasse 40
4422 Arisdorf
Tel. 061 813 13 00
info@welt-der-sauna.ch
www.welt-der-sauna.ch